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Cheap is the new fast

11 April 2008

Die Leistung von PCs ist an die Decke gerauscht, jetzt kommen Teile wieder runter. Die Leistung von PCs ist an die Decke gerauscht, jetzt kommen Teile wieder runter.

Seit Jahrzehnten ist die Rechenleistung von Computern im Allgemeinen und Endnutzer-PCs im speziellen ziemlich genau nach Moore’s Law (in der tausendsten Spielart, im Wesentlichen sagen sie ja doch alle das selbe) gewachsen. Inzwischen geraten CMOS-Chips an die Grenzen der Physik, d.h. sie können nicht mehr unbegrenzt weiter aufgebohrt werden. Als Workaround dienen im Moment Mehrkernprozessoren, d.h. im wesentlichen werden mehr Prozessoren verbaut, um weitere Leistungssteigerungen zu erreichen. Zudem wird im Design herumoptimiert, weshalb moderne 2 GHz-Prozessoren mit 3GHz-Pentium 4 mithalten können.

Gleichzeitig passiert aber auch noch etwas anderes: Es gibt eine Ausdifferenzierung der PC-Palette nach unten. Immer mehr wird realisiert, dass man für einen Internet-/Musik-/Video-Computer keine Multi-Gigaflop-Boliden braucht. Stattdessen werden zunehmend kleine, einfache und vor allem billige Maschinen angeboten, die für eben diese Ansprüche ausreichend sind - ohne dass man die ungenutzten restlichen drei Viertel der Rechenleistung mit bezahlen müsste.

Als Beispiel seien hier der Run auf den Asus EEE PC und ähnliche Geräte wie auch die Ankündigung der Zusammenarbeit von NVidia und VIA für eine Billig-PC-Plattform genannt. Inzwischen werden wieder Geräte verkauft, deren Rechenleistung vor drei Jahren niemand hinter dem Ofen hervorgelockt hätte - und die Nachfrage ist offensichtlich da. Aber vielleicht ist das auch nur der Trend zum Drittcomputer…