Matthias Rampke https://rampke.de Sat, 10 Jul 2010 11:58:11 +0000 de hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.0.1 Sternentstehung im kosmologischen Kontext – Population-III-Sterne https://rampke.de/2010/06/30/sternentstehung-im-kosmologischen-kontext-population-iii-sterne/ https://rampke.de/2010/06/30/sternentstehung-im-kosmologischen-kontext-population-iii-sterne/#comments Wed, 30 Jun 2010 14:24:51 +0000 matthias https://rampke.de/?p=358 Hier die Folien zu meinem Vortrag im Astrophysikalischen Seminar:

Folie 15 ist dieses Video.

Direktdownload: Präsentation, mit Notizen, Bibliographie.

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Doing the Math: The train that never stops https://rampke.de/2010/04/23/doing-the-math-the-train-that-never-stops/ https://rampke.de/2010/04/23/doing-the-math-the-train-that-never-stops/#comments Fri, 23 Apr 2010 13:46:10 +0000 matthias https://rampke.de/?p=348 Wie so oft via @moeffju bin ich auf eine nette Idee gestoßen: Ein Zug, der am Bahnhof nicht hält, sondern stattdessen nur einen Beiwagen absetzt:

Berechtigterweise wird in den YouTube-Kommentaren die Frage gestellt, ob das Anfahren dann nicht wie ein Kanonenschlag die Passagiere im Beiwagen plätten würde. Und man studiert ja nun nicht jahrelang Physik, um das unbeantwortet zu lassen, deshalb sei die Rechnung hier mal durchgeführt.

Als Beispielzug nehmen wir den Shinkansen N700 mit 16 Wagen. Die 14 inneren Wagen haben eine Länge von jeweils 25m, wir können also plausibel eine Beschleunigungs- bzw. Bremsstrecke von 14 \cdot 25 m = 350 m annehmen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 300 km/h = 83 \frac{1}{3} m/s.

Der Einfachheit halber betrachten wir die ganze Angelegenheit aus der Sicht des Zuges; dann wird der Beiwagen an der Station zum Zusteigen von 300 km/h auf null abgebremst und an der zum Aussteigen auf 300 km/h beschleunigt. In diesem Fall ist deie dabei zurückgelegte Strecke L = 350 m = \frac{1}{2} a t^2 mit der gesuchten Beschleunigung a und der dabei verstreichenden Zeit t. In dieser Zeit wird der Wagen auf eine Geschwindigkeit v=300km/h=at beschleunigt. Die beiden Gleichungen lassen sich nach a = 9.92 m/s^2 und t = 8.4s auflösen; der Wagen muss also mit einer Beschleunigung leicht über der normalen Erdschwerkraft anfahren. Das ist nicht wenig, aber für einen gesunden Menschen problemlos zu verkraften. Dazu kommt, dass diese Beschleunigung senkrecht zur Erdbeschleunigung stattfindet, die in dieser Zeit wirkende Gesamtbeschleunigung beträgt also a'=\sqrt{a^2 + g^2} \approx 13.95m/s^2 \approx 1.4 g. Sitzend ist das ohne weiteres zu ertragen.

Dazu kommt, dass für einen solchen Zug noch wesentlich längere Zusammenstellungen möglich sind, da er ja nur sehr selten abgebremst oder beschleunigt werden muss, die dafür notwendige Leistung also nicht besonders ins Gewicht fällt. Zudem kann er wesentlich langsamer beschleunigen als sonst übliche Hochgeschwindigkeitszüge, ohne den Fahrplan in die Länge zu ziehen. Das Gesamtgewicht des Zuges und damit seine Länge können also durchaus noch wesentlich höher sein als hier angenommen; dementsprechend geringer wäre die notwendige Beschleunigung.

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Bücher https://rampke.de/2010/03/17/buecher/ https://rampke.de/2010/03/17/buecher/#comments Wed, 17 Mar 2010 22:31:03 +0000 matthias https://rampke.de/?p=338 Bei Miss Sophie aufgesammelt.

  1. Der Herr der Ringe, J. R. R. Tolkien
  2. Natürlich. Anfang langsam, Ende langsam, dazwischen awesome.

  3. Die Bibel
  4. In der Schule in wesentlichen Teilen vorgelesen bekommen (Altes Testament weitgehend durch, Neues teilweise. Nannte sich Freichristlicher Religionsunterricht und war de facto Bespaßung für die Konfessionslosen und Heiden. Hat mir nicht geschadet, steht innerlich in einer Reihe mit griechisch-römischen, germanisch-nordischen, babylonisch-sumerischen und indischen Sagenwelten, die auch irgendwann (in anderem Rahmen, i.e. für alle) dran kamen.

  5. Die Säulen der Erde, Ken Follett
  6. Lag mir immer zu aufdringlich in den Buchhandlungen rum.

  7. Das Parfum, Patrick Süskind
  8. Per Schulreferat die Executive Summary bekommen. Wenig Drang es noch zu lesen.

  9. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry
  10. Hach.

  11. Buddenbrooks, Thomas Mann
  12. tl;dr

  13. Der Medicus, Noah Gordon
  14. Der Alchimist, Paulo Coelho
  15. Coelho lag mir immer zu aufdringlich in den Buchhandlungen rum.

  16. Harry Potter und der Stein der Weisen, J. K. Rowling
  17. Der wievielte Band ist das? Hab die ersten drei oder vier gelesen, besonders viel Hängen geblieben ist dabei nicht.

  18. Die Päpstin, Donna W. Cross
  19. Tintenherz, Cornelia Funke
  20. Feuer und Stein, Diana Gabaldon
  21. Das Geisterhaus, Isabel Allende
  22. Der Vorleser, Bernhard Schlink
  23. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe
  24. In der Schule. Bis. Zum. Erbrechen. „Schiller- und Goethe-Epoche“ in der 7. Klasse, dann nochmal zum Abitur Faust I+II konzentriert in wenigen Wochen. Wenig hängengeblieben, außer dem Wissen, woher die „Gretchenfrage“ kommt und dass ich aus faustischen Motiven studiere (hätte er mal Physik studiert, nicht „Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie“, alles wäre anders gekommen).

  25. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón
  26. Stolz und Vorurteil, Jane Austen
  27. Im Englisch-Unterricht, und fand es gar nicht so schlecht.

  28. Der Name der Rose, Umberto Eco
  29. Schiebe ich schon lange vor mir her. Oder ich hab’s doch schonmal gelesen, und es ist nicht hängen geblieben.

  30. Illuminati, Dan Brown
  31. Effi Briest, Theodor Fontane
  32. Im Deutschunterricht. Nicht verstanden, warum die sich alle so anstellen.

  33. Harry Potter und der Orden des Phönix, J. K. Rowling
  34. s.o.

  35. Der Zauberberg, Thomas Mann
  36. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell
  37. Siddharta, Hermann Hesse
  38. Steht irgendwo weit hinten auf der todo-Liste.

  39. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch
  40. Die unendliche Geschichte, Michael Ende
  41. todo.

  42. Das verborgene Wort, Ulla Hahn
  43. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt
  44. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse
  45. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley
  46. Deutschstunde, Siegfried Lenz
  47. Die Glut, Sándor Márai
  48. Homo faber, Max Frisch
  49. Deutsch-Unterricht. Langweilig.

  50. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny
  51. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera
  52. Gelesen, nicht verstanden. Sollte ihm vielleicht noch eine Chance geben, irgendwann. todo.

  53. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez
  54. Owen Meany, John Irving
  55. Sofies Welt, Jostein Gaarder
  56. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams
  57. Natürlich, mehrfach. Muss mal wieder.

  58. Die Wand, Marlen Haushofer
  59. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving
  60. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez
  61. Der Stechlin, Theodor Fontane
  62. Ein Fontane reicht mir für’s Leben.

  63. Der Steppenwolf, Hermann Hesse
  64. Im Deutsch-Unterricht. Für doof befunden.

  65. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee
  66. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
  67. Der Laden, Erwin Strittmatter
  68. Die Blechtrommel, Günter Grass
  69. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque
  70. Der Schwarm, Frank Schätzing
  71. Nette Unterhaltung.

  72. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks
  73. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling
  74. s.o.

  75. Momo, Michael Ende
  76. Jahrestage, Uwe Johnson
  77. Traumfänger, Marlo Morgan
  78. Der Fänger im Roggen, J.D. Salinger
  79. todo.

  80. Sakrileg, Dan Brown
  81. Seicht, leicht zu lesen, nicht langweilig. Unterhaltung.

  82. Krabat, Otfried Preußler
  83. Als tolles Klassenspiel des Jahrganges über uns gesehen. Film todo. Buch maybe.

  84. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren
  85. Nie näheren Kontakt damit gehabt (blame Ostvergangenheit), bereue das bis heute, wäre jetzt aber wohl zu erwachsen.

  86. Wüstenblume, Waris Dirie
  87. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro
  88. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson
  89. Mittsommermord, Henning Mankell
  90. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell
  91. Das Hotel New Hampshire, John Irving
  92. Krieg und Frieden, Leo Tolstoi
  93. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse
  94. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher
  95. Harry Potter und der Feuerkelch, J. K. Rowling
  96. s.o.

  97. Tagebuch, Anne Frank
  98. Salz auf unserer Haut, Benoîte Groult
  99. Jauche und Levkojen, Christine Brückner
  100. Die Korrekturen, Jonathan Franzen
  101. Die weiße Massai, Corinne Hofmann
  102. Was ich liebte, Siri Hustvedt
  103. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers
  104. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé
  105. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt
  106. Winnetou, Karl May
  107. Meine halbe Kindheit gehörte Karl May.

  108. Désirée, Annemarie Selinko
  109. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig
  110. Garp und wie er die Welt sah, John Irving
  111. Die Sturmhöhe, Emily Brontë
  112. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern
  113. 1984, George Orwell
  114. In deutsch gelesen, englische Ausgabe steht immer griffbereit. Demnächst mal wieder.

  115. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy
  116. Paula, Isabel Allende
  117. Solange du da bist, Marc Levy
  118. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johannes Mario Simmel
  119. Klingt, als hätte mich das mit ca. 13 interessiert. Und es stand auch im Regal im Flur. Nunja, es muss nicht immer Agententhriller sein.

  120. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho
  121. Der Chronist der Winde, Henning Mankell
  122. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow
  123. Schachnovelle, Stefan Zweig
  124. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski
  125. Anna Karenina, Leo Tolstoi
  126. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski
  127. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas
  128. Verschlungen.

  129. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel
  130. Jane Eyre, Charlotte Brontë
  131. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood

17 von 100. Meine Jugend hat sich wohl überwiegend in mehr oder weniger obskurer Science Fiction (und ein bisschen weniger obskurer Fantasy) abgespielt.

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Steckenbleiben https://rampke.de/2010/02/14/steckenbleiben/ https://rampke.de/2010/02/14/steckenbleiben/#comments Sun, 14 Feb 2010 19:43:19 +0000 matthias http://rampke.de/?p=327 Manchmal bleibt so ein Fahrstuhl einfach stehen. Irgendwo im Nirgendwo. Und dann? Webgeräte? Check. Netz? Check. Twittern. Ruft jemand die Zentrale?

Wir haben uns dann am Mädchenbier bedient und solange den sowieso schon länger angedachten “Argh, Niveau!”-Podcast von und mit erlehmann und artnoveau. Ich und xbg waren eben Zwangsgäste. Zu hören gibt es das ganze Elend hier. Und wenn genug Leute nerven lässt sich der unpraktisch-aber-egal-hauptsache-„offen“-Apostel erlehmann vielleicht auch noch erweichen, das in vernünftig abonnierbarer Form anzubieten.

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Gesalzene Schwarze Bohnen https://rampke.de/2010/02/12/gesalzene-schwarze-bohnen/ https://rampke.de/2010/02/12/gesalzene-schwarze-bohnen/#comments Fri, 12 Feb 2010 16:58:38 +0000 matthias http://rampke.de/?p=316 Die asiatische Küche bietet reichlich teuflisches. Vor ein paar Jahren bin ich im Asia-Supermarkt meines Vertrauens über eine Variante davon gestolpert und komme jetzt nicht mehr davon los: Eingelegte schwarze Bohnen.

Foto der Bohnen-Chili-MasseSchwarze Bohnen sind fermentierte Sojabohnen; in jedem ordentlichen Asia-Markt kann man sie trocken kaufen. Gelegentlich gibt es auch fertige Saucen auf Basis von schwarzen Bohnen. Relativ schwer zu finden ist meine bevorzugte Variante: Mit Chili in Öl eingelegt. Das ganze ist dann rötlich-braun mit ganzen Bohnen und Chiliflocken drin.

Der Geschmack ist hinterhältig-lecker: Anfangs schmeckt das Zeug salzig-süß und sehr lecker. Das Brennen kommt immer erst hinterher – und lässt sich am besten mit mehr niederkämpfen. Durch die wohl nicht sehr sparsame Verwendung von Glutamat und den (für mich zumindest) guten Geschmack fällt es mir immer ziemlich schwer, damit wieder aufzuhören. Gelegentlich fällt mir auf die Art ein halbes Glas zum Opfer.

Ein Glas eingelegte schwarze Bohnen, chinesisch beschriftetes EtikettAlternativ zum blanken Löffeln eignet sich die Sauce auch als einfacher Brotaufstrich (auf gutes deutsches Graubrot). Achtung: das Öl ist nicht gebunden und läuft weg; eine fleckenfeste Unterlage sollte es schon sein. Weniger brennend scharf wird es, wenn man die Bohnenmasse mit Frischkäse vermengt; ich nehme inzwischen etwa ein halbes 280g-Glas auf eine 200g-Packung Frischkäse, da ist aber schon eine gute Portion Gewöhnung und Schärfetoleranz dabei. Bei derartigen Mengen gilt aber so oder so: es brennt mindestens zweimal.

Und zu guter Letzt kann man damit natürlich alles mögliche würzen, insbesondere asiatisches und asia-artiges Fertigessen. Mittelmäßige Ramen und Gebratene Nudeln werden ohne Weiteres scharf und lecker. Weil ich’s sehr salzig mag schütte ich dann meistens noch kräftig Soja-Sauce dran, das ist aber eigentlich nicht nötig.

Deutschsprachiges ZusatzetikettProduktinformationen sind leider recht rar; für Tipps dazu bin ich dankbar; die EAN ist 6 921804 700757.

Update: nicht zu verwechseln mit Hot bean sauce, die steht im Regal daneben.

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Assoziatives Haushalten https://rampke.de/2010/02/07/assoziatives-haushalten/ https://rampke.de/2010/02/07/assoziatives-haushalten/#comments Sun, 07 Feb 2010 16:13:48 +0000 matthias http://rampke.de/?p=310 Ich habe Durst. Was hab’ ich denn da? Cola. Oh ja, Cola ist gut, die nehm ich. Neben mir steht noch ein Glas, das kann ich wiederverwenden.

Na, wenn ich das Glas mitnehme dann kann ich auch gleich noch einen Teil von dem ganzen Geschirr mitnehmen, das hier auch noch rumsteht. Okay, gut gestapelt, wenn ich noch einmal gehe hab ich gleich alles weg.

Oh, Geschirrspüler. Geschirr in der Küche rumstehen lassen ist doof, ich mag’s ja auch nicht wenn die Mitbewohner das machen. Räum’ ich das Zeug fix weg. Jetzt ist er fast voll. Aber da passt doch genau der Untersatz von der Kaffeemaschine rein, der so schlecht von Hand abzuwaschen ist und es dringend nötig hat. Spülmaschine anstellen nicht vergessen.

Au weia, in der Kaffeemaschine ist es ja auch ziemlich dreckig. Wisch ich mal aus. Erm, mit einmal auswischen ist es da nicht getan; na gut, lass ich Spülwasser ein, damit ich nicht für jedes mal Lappen ausspülen am Hahn drehen muss. Dann aber auch richtig gründlich, für die entlegenen Ecken muss eine Bürste mit ran. Kann bitte mal jemand eine Kaffeemaschine bauen, die nicht so verwinkelt ist? Ich habe vergessen, das Wasserreservoir mit in die Spülmaschine zu stellen. Egal, da wäre eh kein Platz gewesen. Spülwasser ist sowieso eingelassen, dann kann ich das auch schnell von Hand abwaschen.

Da stehen noch zwei Pfannen mit mehr oder weniger eingebrannten Resten, auch schnell ins Spülwasser stellen, wenn die ein bisschen einweichen geht’s leichter. Oh, doch nicht so schlimm, in Ordnung; wasche ich die auch noch mit ab. Zum Trocknen aufstellen. Dazu das alte, schon getrocknete Zeug wegräumen. Die Stempelkanne zusammenschrauben, brauche ich nicht mehr, es sind wieder Bohnen für den Vollautomaten da. Ein Topf, ab in den Schrank. Schnell auch nochmal unter der Kaffeemaschine durchwischen. Mist, den Dreck nur umverteilt, also drumrum auch.

So, Küche aufgeräumt, hat auch nur eine Dreiviertelstunde gedauert. Da steht noch ein Glas. Warum ist das nicht im Geschirrspüler? Ach so, Cola. Endlich.

Das ist so absurd, und passiert mir aber auch so häufig, das könnte ich mal verbloggen. Gleich, solange ich noch alles zusammen bekomme. WordPress, Admin, Neuer Artikel. Schreiben. Dabei die hart verdiente Cola trinken. Fertig geschrieben, Glas leer. Ich habe Durst.

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So etwas wie eine Kriegserklärung. Vielleicht. https://rampke.de/2010/01/13/so-etwas-wie-eine-kriegserklaerung-vielleicht/ https://rampke.de/2010/01/13/so-etwas-wie-eine-kriegserklaerung-vielleicht/#comments Wed, 13 Jan 2010 01:01:45 +0000 matthias http://rampke.de/?p=294 Google wird ab sofort seine chinesische Suchseite nicht mehr zensieren, weil China offensichtlich organisiert versucht hat, Accounts von Regimegegnern zu hacken. Und Google hat beschlossen, sich das nicht gefallen zu lassen, sondern damit an die Öffentlichkeit zu gehen:

We have taken the unusual step of sharing information about these attacks with a broad audience not just because of the security and human rights implications of what we have unearthed, but also because this information goes to the heart of a much bigger global debate about freedom of speech.

Da mit der chinesischen Regierung also offenbar nicht gut Kirschen essen ist, haut Google mal auf den Tisch und wird Google.cn nicht mehr in deren Sinne zensieren:

We have decided we are no longer willing to continue censoring our results on Google.cn, and so over the next few weeks we will be discussing with the Chinese government the basis on which we could operate an unfiltered search engine within the law, if at all.

Je nachdem, wie weit Google bereit ist zu gehen, um notfalls auch gegen die chinesische Regierung ungehinderten Zugang zu Suchergebnissen in China anzubieten, könnte das die erste Kriegserklärung eines Neuen gegen einen Alten Staat sein.

Neue Staaten

Dass Internet-Konglomerate wie Social Networks und Dienste in gewissem Sinne staatsartige Strukturen darstellen hat plomlompom vor Kurzem in seinem Identity-Wars-Vortrag dargelegt.

In ihrem Inneren findet immer wieder eine Art politischer Prozess statt; Beispielhaft seien hier die zahlreichen Kampagnen genannt, die immer wieder innerhalb von Facebook für oder gegen das Eine oder Andere stattfinden. Diese staatsartigen Gebilde sind nicht demokratisch, aber da die Benutzer sie sehr viel leichter als ein Staatsbürger sein Land verlassen kann, und weil die Digital Natives darin geübt sind, sich sehr laut bemerkbar zu machen, können derartige Proteste immer wieder etwas bewirken.

Dazu kommt im Falle von Google, dass es sich inzwischen um einen der größeren Konzerne auf der Welt handelt, eine Corporation, also eine sehr eigenständiges Entität, die nicht an einen einzelnen Ort oder wenige Personen gebunden ist, und unter diesen eine der mächtigsten. Und diese Eigenständigkeit baut Google gerade massiv aus, beispielsweise durch den fortschreitenden Kauf von Dark Fiber oder die Gründung von Google Energy. Da arbeitet jemand daran, möglichst weltweit unabhängig von lokalen externen Ressourcen zu werden.

Eine Konfrontation

Google lässt sich also von der chinesischen Regierung erst einmal nicht mehr auf der Nase herumtanzen und vorschreiben, was es dort zu sehen gibt und was nicht. Gut möglich, dass da bald ein Rückzieher eingelegt wird, bei dem beide Seiten ihr Gesicht wahren können; wie offensiv Google die chinesischen Angriffe anprangert spricht aber dagegen.

Sollte es Google dagegen auf eine wirkliche Konfrontation anlegen, könnte der erste kalte oder heiße Krieg eines solchen Neuen gegen einen Alten Staat bevorstehen. Die technischen Voraussetzungen — und Waffen — hat Google, einen kleinen Vorgeschmackt darauf gibt das weltweite Deployment der Google-DNS-Server, die in vielen Netzen schneller zu erreichen sind als die des eigenen Providers (beim 26C3 hatte ich Pings von um die 2ms zu 8.8.8.8), die auf einen Schlag weltweit alle einfachen DNS-basierten Sperrlösungen unterlaufen.

Gezielt die Great Firewall of China außer Gefecht zu setzen beziehungsweise zu unterlaufen käme einer Eroberung und Befreiung/Besetzung des chinesischen Cyberspace gleich. Andererseits wird das nicht ohne Gegenwehr ablaufen; dass die chinesische Regierung im großen Stil hackt und crackt ist ein offenes Geheimnis (und jetzt ja auch von Google selbst ziemlich direkt gesagt).

Es bleibt spannend.


direktvolkistvolk

Update: Markus Beckedahl hatte einen ähnlichen Gedanken.

Update 2: mspro auch.

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Bachelorarbeit “Rotating Spacetimes” https://rampke.de/2009/12/14/bachelorarbeit-rotating-spacetimes/ https://rampke.de/2009/12/14/bachelorarbeit-rotating-spacetimes/#comments Mon, 14 Dec 2009 18:22:43 +0000 matthias http://rampke.de/?p=275 Nachdem ich vor einigen Tagen mein Bachelorzeugnis abgeholt habe hier auch nochmal für alle meine Bachelorarbeit.

Thema waren “Rotating Spacetimes”, also eine Literaturzusammenstellung und -fassung zu rotierenden Raumzeiten in der Allgemeinen Relativitätstheorie.

Rotating Spacetimes Bachelorarbeit Im Studiengang Physik

Update: direkter PDF-Download, Signatur

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Mein Kopf kommt alleine nicht mehr mit https://rampke.de/2009/11/19/mein-kopf-kommt-alleine-nicht-mehr-mit/ https://rampke.de/2009/11/19/mein-kopf-kommt-alleine-nicht-mehr-mit/#comments Thu, 19 Nov 2009 16:53:51 +0000 matthias http://www.matthias-rampke.de/?p=263 Frank Schirrmacher kommentiert—aus seiner eher konservativen Perspektive, aber durchaus intelligent—in letzter Zeit immer wieder mal Netz- und Zukunftsthemen.

Bei Spiegel Online schreibt er unter dem Titel Mein Kopf kommt nicht mehr mit über seine Überforderung mit den immer weiter anschwellenden Informationsströmen, die jeden Tag, jede Minute auf uns einprasseln:

Das Verhältnis meines Gehirns zur Informationsflut ist das der permanenten würdelosen Herabstufung. Ich spüre, dass mein biologisches Endgerät im Kopf nur über eingeschränkte Funktionen verfügt und in seiner Konfusion beginnt, eine Menge falscher Dinge zu lernen.

[…]

Mir scheint, dass viele Leute gerade merken, welchen Preis wir zahlen. Buchstäblich. Ich bin unkonzentriert, vergesslich, und mein Hirn gibt jeder Ablenkung nach. Ich lebe ständig mit dem Gefühl, eine Information zu versäumen oder zu vergessen. Und das Schlimmste: Ich weiß noch nicht einmal, ob das, was ich weiß, wichtig ist oder das, was ich vergessen habe, unwichtig.

Kurzum: Ich werde aufgefressen.

Später in dem Artikel kommt Schirrmacher zu den Hilfen und Algorithmen, die uns helfen sollen diese Flut zu bewältigen—und hat Angst vor ihrer Macht.

Für mich sieht die Sache ein bisschen anders aus: die Programme und Mechanismen, über die diese Informationsflut gefiltert, sortiert, nach (vermutlicher) Relevanz unterteilt und mir präsentiert werden sind es, die meinen Rechner und mein Telefon zur Erweiterung meines Gehirns werden lassen, ein zarter Anfang des in Charles Stross’ Accelerando porträtierten Exocortex.

Wenn mein Computer neu startet, starten automatisch Skype und Adium, damit bin ich erst einmal erreichbar. Als nächstes starte ich den twitter- und den IRC-Client, damit ist die Verbindung zu den digitalen Equivalenten von WG-Wohnzimmer, Eckkneipe, Marktplatz und Messehalle hergestellt. Die beiden sind so eingestellt, dass sie zusammen gerade den Bildschirm ausfüllen. Zuletzt starte ich Firefox; wenn vor dem Herunterfahren Tabs offen war werden sie wiederhergestellt, anderenfalls werden mir meine neuen Mails präsentiert. Meistens will ich dann sehr schnell auch Musik hören, iTunes wird also auch bald angeworfen.

Dann ist alles bereit, und die Ströme können beginnen zu prasseln. Und ich kann sie bewältigen, weil mir die Technik dabei hilft. Ich muss nicht ständig auf twitter und in den IRC gucken, weil ich mich darauf verlassen kann, dass die Clients mich darauf hinweisen, wenn jemand etwas von mir persönlich möchte—alles andere kann ich mir ansehen, wenn mir danach ist oder ich Zeit dazu habe. Interessante Links, die durch twitter laufen, klicke ich an und sie werden im Hintergrund in einem neuen Tab in Firefox geöffnet—wenn ich Zeit und Lust habe gehe ich dort durch und sehe mir an, was ich eigentlich so alles aufgemacht habe.

Wenn mich jemand über Skype oder Jabber anschreibt werde ich benachrichtigt—aber ich muss nicht unbedingt immer unverzüglich reagieren.

Viele wichtige oder informative Dinge werden auch durch Growl-Notifications angezeigt, für fünf Sekunden, ohne mich zu irgendeiner (Re-)Aktion zu verpflichten. Das geht von Skype- und Jabber-Statusänderungen meiner Kontakte über den gerade in iTunes oder last.fm anlaufenden Song bis zu twitter-Direktnachrichten und -Erwähnungen, E-Mails, Chatnachrichten und was nicht alles. Vieles davon ist meistens “irrelevant”—und ich nehme es nicht wahr. Ich bin auf diese Nachrichten inzwischen so weit trainiert, dass mir Dinge, die mich nicht interessieren, gar nicht mehr ins Bewusstsein dringen; das Filtern in wichtiges und unwichtiges passiert im Augenwinkel und ohne bewusste Anstrengung. Andererseits verpasse ich die für mich gerade relevanten Dinge nicht: kurze Nachrichten habe ich oft schon gelesen, bevor ich das entsprechende Fenster tatsächlich aufgerufen habe. Dann setzt die zweite, bewusstere Relevanzfilterung ein: muss ich auf diese Nachricht reagieren? Jetzt? Wenn nicht, dann bleibt sie eben stehen, das Programm das sie veranlasst hat macht weiterhin bemerkbar dass es etwas Neues gibt, aber ich muss mich nicht unbedingt unmittelbar um alles kümmern.

Wenn ich länger an etwas arbeite treten viele Dinge vorübergehend in den Hintergrund, bis ich etwa im 10- bis 20-Minuten-Takt einmal die Tour durch die Fenster mache: IRC, twitter, ggf. Jabber- und Skypekonversationen, Firefox-Tabs.

Ein- bis zweimal am Tag arbeite ich mich durch den Feedreader, in dem alles für mich gesammelt wird, das ich wirklich nicht verpassen möchte. Andere, weniger wichtige Nachrichtenseiten dagegen laufen für mich nur über twitter—was ich da verpasse ist eben vorbei.

Um von den Menschen, die mir wichtig sind, ncihts zu verpassen habe ich einen zweiten twitter-account, den ich nur zum Lesen nutze und der nur diesen Menschen folgt, nicht den ganzen (derzeit) über 300 in meinem eigentlichen.

An Termine erinnert mich mein Kalender, der auch mit Google Calendar und meinem Telefon synchronisiert wird. Ich muss mir nicht mehr merken, was wann anliegt—ich kann nachsehen und werde rechtzeitig erinnert.

Meine was-wollte-ich-eigentlich-tun-Aufmerksamkeitsspanne ist manchmal kürzer als drei Sekunden, regelmäßig stehe ich irgendwo in der Wohnung und kann mich nicht mehr erinnern was ich da wollte. Am Rechner geht mir das ähnlich, aber es ist kein Problem: ich muss mir nicht merken was ich wollte, ich muss nur kurz nachsehen was alles an Programmen und Tabs offen ist, welche Mails im Posteingang liegen.

Ich bin nicht überfordert durch die Flut an Informationen, ich bin irritiert wenn sie ausbleibt. Ich fühle mich seltsam wenn längere Zeit nicht mehrere Dinge gleichzeitig für mich gesammelt, gespeichtert, verarbeitet, vorgehalten werden, ich bekomme ein Kratzen im Kopf wenn ich einmal (z.B. um ein Video anzusehen) die Musik aus- und nicht wieder angemacht habe: Mir fehlt dann irgend etwas, ich . Ich werde wahnsinnig, wenn nachts einmal twitter und IRC schweigen, Feedreader, soup.io und Google News wiederholt vergeblich nach Neuem abgegrast sind.

Vielleicht ist es eine Generationenfrage, vielleicht eine Frage von Übung und Willen. Für mich ist die Informationsflut der Normalfall, die Nebenläufigkeit von Tätigkeiten und Denkströmen wird es zunehmend. Immer weitere Teile der Informationsverarbeitung delegiere ich an Technologien, lagere sie aus, lasse sie vorverdauen und führe nur die Essenz des Interessanten zusammen. Vielleicht ist dieses Auslagern des Geistes in die Maschine ein Schritt zum Upload und in die Singularität.

Im Moment ist diese Mensch-Maschine-Verwebung noch stark gebremst durch die Klobigkeit des Tastatur-Bildschirm-Systems; ich warte sehnsüchtig auf den Tag, an dem ich alle diese Informationen direkt ins Gehirn oder zumindest ins Sehfeld bekommen kann, so dass ich mehr Mehr MEHR Informationen und Wissen gleichzeitig aufnehmen, verarbeiten, abspeichern, durchsuchen und darauf zugreifen kann, und zwar immer, überall und zu jeder Zeit. Ich möchte (mittelfristig) ein Cyborg sein, langfristig wird es für mich wohl auf einen Upload hinauslaufen. Blue Brain Project, ich warte auf Ergebnisse! (Update: es geht voran)

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For the moment the Earth is where we make our stand https://rampke.de/2009/11/10/for-the-moment-the-earth-is-where-we-make-our-stand/ https://rampke.de/2009/11/10/for-the-moment-the-earth-is-where-we-make-our-stand/#comments Tue, 10 Nov 2009 22:50:49 +0000 matthias http://www.matthias-rampke.de/?p=249

Pale Blue DotConsider again that dot. That’s here. That’s home. That’s us.
On it everyone you love, everyone you know, everyone you ever heard of, every human being who ever was lived out their lives.
The aggregate of our joy and suffering, thousands of confident religions, ideologies, and economic doctrines, every hunter and forager, every hero and coward, every creator and destroyer of civilization, every king and peasant, every young couple in love, every mother and father, hopeful child, inventor and explorer, every teacher of morals, every corrupt politician, every “supreme leader”, every “superstar,” every saint and sinner in the history of our species lived there—on a mote of dust suspended in a sunbeam.
The Earth is a very small stage in a vast cosmic arena. Think of the endless cruelties visited by the inhabitants of one corner of this pixel on the scarcely distinguishable inhabitants of some other corner, how frequent their misunderstandings, how eager they are to kill one another, how fervent their hatreds.
Think of the rivers of blood spilled by all those generals and emperors so that, in glory and triumph, they could become the momentary masters of a fraction of a dot.
Our posturings, our imagined self-importance, the delusion that we have some privileged position in the Universe, are challenged by this point of pale light. Our planet is a lonely speck in the great enveloping cosmic dark. In our obscurity, in all this vastness, there is no hint that help will come from elsewhere to save us from ourselves.

Like it or not, for the moment the Earth is where we make our stand.

Nach dem Knick fünf großartige Videos zur Pale Blue Dot-Rede von Carl Sagan:


direktfilme


direktraum


direktillustriert


direkthd


direktrós

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